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Entwurmung und Fütterung

Entwurmung und Fütterung

Die Entwurmung gehört zu den wichtigsten Bausteinen der Gesunderhaltung. Innenparasiten wie Spulwürmer, Pfriemenschwänze und Bandwürmer mindern nicht nur den Komfort, sie beeinflussen auch Gesundheit und Leistungsfähigkeit erheblich. Im Darm führen sie zu Verlust von Körpermasse, Durchfall, Koliken und in extremen Fällen sogar zu Schäden am Darm. Kein Wunder, dass regelmäßiges Entwurmen grundlegend für das Wohlbefinden ist. Man sollte jedoch daran denken, dass die Wirksamkeit und die Regeneration des Organismus in hohem Maße auch von der passenden Fütterung abhängen.

Wenn von Entwurmung die Rede ist, konzentrieren wir uns meist nur auf die Gabe des Wurmmittels. Die Unterstützung des Organismus vor und nach der Behandlung ist nicht weniger wichtig. Parasiten belasten den Verdauungstrakt, schädigen die Darmschleimhaut und verringern die Aufnahme von Nährstoffen. Pferde mit unentdecktem Parasitenbefall können deshalb Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen haben, schwächere Abwehrkräfte und ein schlechteres Fell und schlechtere Hufe. Die richtige Ration unterstützt nicht nur die Therapie, sondern ist auch wirksame Vorbeugung.

Ein gesunder Verdauungstrakt ist die beste Schutzbarriere gegen Parasiten. Die Grundlage ist hochwertiges Raufutter, also Heu oder Heulage, das den Darm richtig arbeiten lässt und die Mikrobiota stabil hält. Kraftfutter wie Hafer oder Getreidemischungen sollte maßvoll gegeben werden, weil ein Überschuss an leicht fermentierbaren Kohlenhydraten Verdauungsstörungen begünstigt und die natürliche Abwehr schwächt. Sinnvoll sind Zusätze, die das Gleichgewicht der Darmflora unterstützen: Futterhefe, Zuckerrübenschnitzel sowie Leinsamen und Flohsamen, die die Schleimhaut des Verdauungstrakts schützen.

Der nächste Baustein der Fütterung rund um die Entwurmung sind Vitamine und Mineralstoffe. Parasiten erhöhen den Nährstoffbedarf, deshalb sind Zink, Kupfer, Selen und Vitamin E besonders wichtig. Sie unterstützen Immunsystem und Geweberegeneration. Auch hochwertiges Eiweiß darf nicht fehlen, denn es ist für den Wiederaufbau der Darmschleimhaut nötig. Luzerne, Erbsenflocken oder Leinsamen liefern gut verfügbare Aminosäuren und gehören nach der Entwurmung in den Speiseplan.

Zusammengefasst ist wirksame Parasitenprophylaxe nicht nur die regelmäßige Gabe von Wurmmitteln. Ebenso wichtig ist die Unterstützung des Organismus durch die richtige Fütterung. Eine gut ausgeglichene Ration erleichtert die Regeneration des Verdauungstrakts, stärkt die Abwehr und senkt das Risiko einer erneuten Ansiedlung von Parasiten. Wer eine Entwurmung plant, sollte deshalb gleichzeitig die Ration ansehen und bei Bedarf passende Änderungen oder Ergänzungen einführen✨

Anna Porożyńska

Anmerkungen:

Bearden, Jennifer, Brittany Justesen, and Sally DeNotta. “Developing a Deworming Program for Florida Horses: VM251, 2/2023.” EDIS 2023.1 (2023).
Duberstein, Kylee. “Equine Parasite Control: Moving Beyond Rotational Deworming.”
Rendle, David, et al. “BEVA primary care clinical guidelines: Equine parasite control.” Equine Veterinary Journal 56.3 (2024): 392-423.
Silva, Rafael Henrique Prado, et al. “The effect of deworming on apparent digestion, body weight, and condition in heavily parasitized mares.” Journal of Equine Veterinary Science 36 (2016): 83-89.
Turner, Jason L. “Deworming programs for horses in the United States: past, present, and future.” Animal Frontiers 14.5 (2024): 32-34.
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