Das grundlegende Werkzeug zur Beurteilung der Kondition ist der BCS (Body Condition Score), eine neunstufige Skala der Körperkondition, wobei 1 ein extrem abgemagertes Pferd bedeutet und 9 ein adipöses Pferd. Der erwünschte Wert liegt meist zwischen 4 und 6, abhängig von Rasse, Alter und Nutzung. Bei der BCS-Beurteilung achten wir auf mehrere wichtige Bereiche:
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- Szyję i kłąb – ob Fetteinlagerungen entstanden sind
- Plecy i grzbiet – ob die Rückenlinie gerade ist oder eine sogenannte „Fettrinne“ bildet
- Żebra – sie sollten tastbar, aber nicht sichtbar sein; sind sie nicht zu ertasten, ist das ein Zeichen für zu viel Fettgewebe
- Zad i ogon – Fett rund um den Schweifansatz ist ein weiteres deutliches Zeichen für Übergewicht
Eine regelmäßige BCS-Beurteilung, zum Beispiel einmal im Monat, lässt Veränderungen der Kondition erkennen und Fütterung sowie Aktivitätsniveau rechtzeitig anpassen.
Wie passt man die Ration eines übergewichtigen Pferdes an? Grundlage jeder Reduktionsration ist ein gesunder Verdauungstrakt und eine ausgeglichene Energiebilanz. Die Gewichtsabnahme darf nicht auf Kosten des Wohlbefindens oder der Darmflora gehen! Die Basis bleibt hochwertiges Raufutter, am besten Heu mit mäßigem Energiegehalt und wenig Zucker. Es kann in engmaschigen Netzen gegeben werden, damit das Fressen länger dauert. Gleichzeitig sollte stärkereiches Kraftfutter wie Hafer oder klassische Getreidemischungen eingeschränkt oder ganz gestrichen werden. Stattdessen eignen sich kalorienarmes Futter, reich an Rohfaser und auf Basis langsam verfügbarer Energie.
Auch die Weide muss gesteuert werden. Frühjahrsgras enthält viel Zucker und kann das Körpergewicht schnell steigen lassen. Deshalb sollten Pferde, die leicht zunehmen, nur begrenzt auf die Weide. An die richtige Ergänzung ist ebenfalls zu denken. Weniger Kalorien dürfen nicht zu Nährstoffmängeln führen. In der Ration eines Pferdes, das abnehmen soll, spielen Mineralstoffe wie Magnesium und Chrom eine zentrale Rolle. Sie unterstützen den Glukosestoffwechsel und stabilisieren den Insulinspiegel. Ebenso wichtig sind Vitamin E, Selen und Omega-3-Fettsäuren, die für die Muskelregeneration und einen gesunden Fettstoffwechsel nötig sind.
Bewegung darf nicht fehlen. Sie verbrennt nicht nur überschüssige Kalorien, sondern verbessert auch die allgemeine Kondition, die Elastizität der Muskeln und den Kreislauf. Selbst leichte Arbeit wie Führen an der Hand, Longieren oder Reiten im Schritt und Trab wirkt, wenn sie regelmäßig erfolgt.
Zusammengefasst ist Übergewicht nach dem Winter ein häufiges Problem, das sich mit regelmäßiger BCS-Kontrolle, einer durchdachten Ration und der passenden Bewegung gut in den Griff bekommen lässt. Das Pferd in der richtigen Kondition zu halten ist nicht nur eine Frage des Aussehens, sondern vor allem Gesundheitsvorsorge. Besser vorbeugen, als mit den Folgen von Adipositas umzugehen, etwa Insulinresistenz, Hufrehe oder überlasteten Gelenken. Der Frühling ist ein sehr guter Moment, die Kondition anzusehen und gesunde Änderungen in den Speiseplan zu bringen! 🌤️🐴